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Flamenco a dos im Spiegel der Presse
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Flamenco
ist mehr als nur Tanz
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Flamenco
in der Silberwarenfabrik Heubach
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| "Flamenco
a dos" in der Silberwarenfabrik. Flamenco steht für
Heißblütigkeit und südländisches
Flair. Flamenco ist aber mehr. Zum Beispiel sich sein
Fühlen von der Seele tanzen. |

Flamenco-Erlebnisse in der Siberwarenfabrik Heubach.
(Foto: Tom)
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| Andalusische
Gitarrenklänge. Das rhythmische Klackern der Kastagnetten
und das stampfend Füße auf der Bühne.
Der Stoff des roten Kleides wirbelt durch die Luft, Arme
und Hände zeichnen in der Luft komplizierte Figuren.
Flamenco ist nicht nur ein Tanz. Flamenco ist viel mehr
ein Fühlen, ist Leben. "Beim Flamenco tanzt
man sich den ganzen Frust von der Seele", diesen
Worten Silke Tünnermanns glaubte man sofort. Sie
tanzt, Holger Schönwald spielt Gitarre. Gemeinsam
sind sie das Duo Flamenco a dos. Zwei Profis, mit der
gleichen Leidenschaft und Begeisterung, die nicht nur
durch ihr Können bestechen sondern vielmehr durch
ihre Natürlichkeit und Bescheidenheit die Sympathien
des Publikums auf sich ziehen. Man wird durch den Abend
auf eine Reise durch die verschiedenen Arten des Flamencos
mitgenommen und lernt dabei noch was über Sitten
und die Geschichte Andalusiens. "Alegria", die
Freude. Und dies kann man bei diesem Tanz wörtlich
nehmen. Und wenn die Füße mit unglaublicher
Geschwindigkeit über die Bühne stapfen, reckten
sich die Hälse der Zuschauer, denen Unglauben im
Gesicht stand. Oder über die Verzweiflung einer Bergbewohnerin
in der Nähe von Cadiz, "wo es die eine oder
andre schlechte Nachricht zu verkraften gab". Getanzte
Trauer mit versteinerter Miene mit immer fordernder werdendem
Klopfen der Schuhe. Wieder mit Kastagnettern, die typisch
für die andalusische Folklore sind, wird der Sevillianas
getanzt. Nicht nur in der Silberwarenfabrik, sondern auch
in allen Discos und Kneipen. "Ein fester und lebendiger
Bestandteil des alltäglichen Lebens", erläutert
Silke Tünnermann. Nach der Pause in schwarzem Kleid
tanzt die Tänzerin einen für sie ganz persönlichen
Tanz. Den "Tarrantos", der in den Bergbaugebieten
in Andalusien getanzt wurde und von den Zigeunern erzählt
die von ihren Familien getrennt wurden und jede Hoffnung
auf Rückkehr begraben mussten. Persönlich für
Silke Tünnermann, da ihr Vater selbst Bergbauarbeiter
war. Im schwarzlila Kleid gibt sie der Verzweiflung ein
Gesicht immer passenden begleitete von Holger Schönwald,
bei dem man glaubt, er lege wirklich sein ganzes Herzblut
in die Musik, sobald man ihn spielen hört. Die Geschichte
einer jungen Frau kurz vor ihrer Verlobung. Nicht nur
getanzt, sondern auch gesungen. Trotzig und ein wenig
traurig über das Abschließen mit einem neuen
Leben das nun zu Ende scheint. "Jetzt kommt ein Stück
für Gitarre - also ohne Tanz". Und hier kam
wieder das ganze solistische Potential Holger Schönwald
zu tragen, der dem Publikum einen 12- also 12 achtel Takt
zu Gehör brachte. Am Ende ging man auf eine Pilgerreise
nach Santiago del Compostela, Flamenco für Männer
mit Gesang und so war Silke Tünnermann auch gekleidet
und sang auch so. Jeder Flamenco-Fan war an diesem Abend
wohl begeistert und auch alle Nicht-Flamencotänzer
waren durch das Temperament und das Zusammenspiel von
Tanz und Musik vom Fieber angesteckt. Denn Flamenco ist
nicht nur Tanz, Flamenco ist Leben. |
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von
Stefanie Paul, Gmünder Tagespost, 13.02.2001
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